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ⓘ Gottfried Hasenkamp




                                     

ⓘ Gottfried Hasenkamp

Gottfried Hasenkamp studierte ab 1920 Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten in Münster, Tübingen und Bonn. 1923 promovierte er in Münster mit einer Arbeit über Friedrich Hölderlin zum Doktor der Philosophie. Ab 1924 war Hasenkamp als Lektor im Münsteraner Aschendorff Verlag tätig und gehörte der Redaktion des Münsterischen Anzeigers an. Während des Dritten Reiches wurde er wegen seiner dezidiert christlichen Einstellung von den nationalsozialistischen Machthabern zeitweilig seines Amtes enthoben. Hasenkamp nahm von 1939 bis 1945 als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende gehörte er 1946 zu den Gründern der Westfälischen Nachrichten, deren Verlag er leitete.

Gottfried Hasenkamp war Verfasser von Gedichten und geistlichen Dramen. Sein Werk ist geprägt vom katholischen Glauben des Autors, der in seiner Lyrik eine Vorliebe für traditionelle Formen wie Hymne und Ode pflegte. Literarisch war er stark beeinflusst von Friedrich Hölderlin und der religiösen Lyrik Annette von Droste-Hülshoffs.

Gottfried Hasenkamp war mehr als zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender der Droste-Gesellschaft. 1971 wurde er zum Ritter des Gregoriusordens ernannt, 1975 erhielt er die Paulus-Plakette des Bistums Münster.

                                     

1. Werke

  • Eine Romfahrt im Heiligen Jahr, Münster/Westf. 1950
  • Salzburger Elegie, Salzburg 1931
  • Der Königsstuhl von Aachen und andere Gedichte, München 1932
  • Heimkehr und Heimgang des Kardinals, Münster, Westf. 1946
  • Sponsa Christi, Frankfurt a. M. 1924
  • Der Kardinal, Münster i.W. 1957
  • Münsterisches Dombauspiel, Münster/Westf. 1947
  • Gedächtnis aller Gefallenen, Münster 1946
  • Es kommt Dein Tag, Münster 1988
  • Das brennende Licht, Münster, Westf. 1946
  • Hymnen, Frankfurt-M. 1924
  • Der Brautbecher, Nürnberg 1952
  • In memoriam Clemens August Kardinal von Galen, Adolf Donders, Warendorf/Westf. 1946
  • Hölderlins Anschauung vom Beruf des Dichters, Münster 1923
  • Am Grabe wird ein Ewiges erkannt, Münster 1966
  • Carmina in nocte, Köln 1946
  • Religion und Kultur, Münster i.W. 1926
  • Das Meer, Salzburg 1938
  • Tugendübungen für den Monat Mai, Dülmen i. Westf. 1927
  • Winter-Sonnenwende, Frankfurt a. M. 1924
  • Das Totenopfer, Warendorf/Westf. 1948
  • Das Morgentor, Graz 1956
  • Die Magd, Frankfurt a. M. 1923 unter dem Namen Gottfried Johannes Gerhart
  • Zwischen Endzeit und Altar, Münster, Westf. 1947
  • Die Jugend, die wir finden, altert nicht, Münster/Westf. 1967
  • Wie dieser Ring ist ganz in sich vollendet, Freiburg i. Br. 1947