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ⓘ Friedrich August Haselwander




Friedrich August Haselwander
                                     

ⓘ Friedrich August Haselwander

Friedrich August Haselwander war ein deutscher Ingenieur, ein Erfinder der Drehstrom-Synchronmaschine und des kompressorlosen Ölmotors.

                                     

1. Leben

Friedrich August Haselwander wurde am 18. Oktober 1859 in Offenburg als einziges Kind des aus Hausach stammenden Ingenieurs Johann Haselwander und seiner Frau Augusta geboren. Sein Vater musste als Teilnehmer der Märzrevolution wie zahlreiche Offenburger nach Amerika flüchten und heiratete nach seiner Rückkehr aus dem Exil Augusta Josepha Burg, Tochter des Händlers und Gemeinderats Karl Friedrich Burg. Aus der gleichen Handwerkerfamilie stammte der ehemalige Mainzer Weihbischof Vitus Burg. Haselwander wuchs in einem angesehen, gutbürgerlichen Milieu auf, wurde katholisch und liberal erzogen. Nach dem frühen Tod seiner Eltern lebte Haselwander bei seinem Onkel, einem Schlossermeister, der ihn auf das humanistische Gymnasium in Offenburg das heutige Grimmelshausen-Gymnasium schickte. Der Schüler entwickelte jedoch wenig Interesse für alte Sprachen, sondern zeigte schon früh eine Vorliebe für Naturwissenschaften. Offenburg war zu dieser Zeit eine von moderner Technik faszinierte Stadt, verfügte sie doch seit 1. August 1845 über einen Bahnhof der Rheintalbahn. Der Abzweig nach Konstanz mittels der kühnen Konstruktion von Robert Gerwig, der Badischen Schwarzwaldbahn, befand sich gerade im Bau.

Nach seiner Schulzeit begann er 1878 sein naturwissenschaftliches Studium, zu dem die Fächer Mathematik, Physik und Elektrizitätslehre, Chemie und Mineralogie gehörten. Als Ausbildungsstationen lassen sich das Polytechnikum Karlsruhe, sowie die Universitäten München und Straßburg nachweisen. Die Polytechnische Schule Karlsruhe verließ er 1883 ohne Examen, was damals nicht außergewöhnlich war, da nur jemand, der in den Staatsdienst wollte, einen Abschluss nachweisen musste. In Straßburg studierte er bei August Kundt und hörte auch Vorträge von Nikola Tesla.

Nach dem Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger kehrte Haselwander mit 27 Jahren nach Offenburg zurück und ließ sich als selbständiger Elektrotechniker nieder. Im Jahre 1885 heiratete Haselwander Emilie Tomen aus Mahlberg und gewann damit Kontakt zu Lahrer Industriellenkreisen. Die Ehe blieb kinderlos und litt unter der Tragik, dass seine Ehefrau Emilie jahrelang in einer Nervenheilanstalt behandelt werden musste. 1886 begann er in Offenburg mit dem Bau von Dynamomaschinen. In der mechanischen Werkstätte der Firma Bilfinger entwickelte er den ersten Drehstromgenerator der Welt, der 1887 in der Hutfabrik Adrion für Beleuchtungszwecke in Betrieb genommen wurde.

                                     

2. Erfindungen

Sein erstes Patent meldete Haselwander bereits als Student an, insgesamt waren es etwa 20.

Elektrische Lampe

Sein erstes Patent erhielt Haselwander noch als Student am 12. Juli 1880 für eine "Elektrische Lampe mit kontinuierlicher Regelung des Lichtbogens".

                                     

2.1. Erfindungen Elektrische Lampe

Sein erstes Patent erhielt Haselwander noch als Student am 12. Juli 1880 für eine "Elektrische Lampe mit kontinuierlicher Regelung des Lichtbogens".

                                     

2.2. Erfindungen Verfahren zur Direkteinspritzung in Verbrennungsmotoren

Bereits 1898 führte Haselwander Untersuchungen zur Direkteinspritzung von Kraftstoff in Verbrennungsmotoren durch. Haselwander setzte auf einen Verdränger, anstelle des von Rudolf Diesel verwendeten Kompressors mit Einspritzdüse.

                                     

3. Ehrungen

  • 1920: Verleihung der Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Karlsruhe
  • Eine Straße in Offenburg ist nach ihm benannt.
  • Gedenktafel auf dem Waldbachfriedhof Offenburg
  • Die gewerblich-technische Schule in Offenburg trägt seinen Namen.